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Information und Hilfe bei Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen (P2P)!
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BeitragVerfasst: Donnerstag 28. April 2011, 12:08 
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Hallo Steffen,

Erst einmal vielen Dank für das alles, was du hier leistest.

Bei deinen Antworten bist darauf eingegangen, inwieweit die Kosten im Klagefall sich verändern können.

Ich konnte in deinen Ausführungen aber keinen Bezug zu meinen Fragen finden:

1. Kann sich die geforderte Summe im gerichtlichen Mahnbescheid bereits gesteigert haben?
2. Wenn tatsächlich (trotz Widerspruchs folgend auf den gerichtlichen Mahnbescheid) Klage erhoben wird, kann ich dann !vor! Gerichtstermin die !ursprüngliche! Forderung bezahlen und so sowohl der Klage sowie einer Kostensteigerung entgehen?

Das Letztere ist für mich entscheidend. Noch einmal anders formuliert: Waldorf Frommer verklagt mich und es liegt, ich kenne das genaue Prozedere nicht, ein Gerichtstermin vor. Kann ich nun durch die Begleichung der !ursprünglichen! Forderung vor Gerichtstermin die Klage verhindern? Zum Beispiel dadurch, dass ich dem Gericht eine Kopie der ursprünglichen Forderung sowie der Überweisung zuschicke?

Die entscheidene Problematik ist folgende: Wie lange kann ich eine Bezahlung vermeiden, bevor es zum Gerichtstermin kommt? Denn eine Klage will der Anschlussinhaber auf jeden Fall nicht.

Nochmals Danke für die Hilfe!


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BeitragVerfasst: Donnerstag 28. April 2011, 23:24 
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Zitat:
1. Kann sich die geforderte Summe im gerichtlichen Mahnbescheid bereits gesteigert haben?

Sicherlich, denn es kommen die Kosten für das Mahnverfahren obendrauf.
Noch mal. In einem möglichen Mahnverfahren -egal wie viele Files- wird in Rechnung gestellt:

1. Für das Mahnverfahren
GK - 36,50
AG - 172,90
AP - 20,00
-------------
Gesamt 229,40

2. Kosten aus der Abmahnung (jetzt die volle Forderungshöhe)
SE - 900,-
AG - 666,-

Gesamt für das Mahnverfahren = 1.807,87! Also hatte ich die Frage doch irgendwie beantwortet.

Zitat:
2. Wenn tatsächlich (trotz Widerspruchs folgend auf den gerichtlichen Mahnbescheid) Klage erhoben wird, kann ich dann! vor! Gerichtstermin die !ursprüngliche! Forderung bezahlen und so sowohl der Klage sowie einer Kostensteigerung entgehen?

Kannst Du machen, bringt aber nicht viel. Warum? Der “Klagewert“ ist höher, als der pauschale Abgeltungsbetrag aus der Abmahnung sowie befindest Du dich jetzt in der Prozedur eines Zivilverfahrens. Denn bei einer möglichen Klage werden die -vollen- Kosten geltend gemacht. Dann kommen noch zusätzliche Kosten auf dich zu, je nach Entscheidung, wie Gerichtskosten usw. Schau mal unter Antwort 1. Frage.

Zitat:
Die entscheidende Problematik ist folgende: Wie lange kann ich eine Bezahlung vermeiden, bevor es zum Gerichtstermin kommt? Denn eine Klage will der Anschlussinhaber auf jeden Fall nicht.

Ein Risiko ist bei mod. UE + nicht zahlen immer dabei. Für eine Klageerhebung bedarf es in der Regel mind. 1 Jahr. In den Foren ständig sich auf den laufenden halten, gibt es berichte, das WF mehr als 2 Klagen pro Jahr führt, dann kannst Du immer noch bezahlen. Was Du willst, einen Garantieschein - gibt es nicht!

VG Steffen

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BeitragVerfasst: Freitag 29. April 2011, 09:41 
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Habe diese Woche Post von WF bekommen, hab mich gestern mal gut zur Hälfte durch dieses Forum geackert.

Zwei Fragen interessieren mich aktuell noch:

1. Gilt die nur mod.UE Nö ich nicht -Empfehlung auch wennn man es gemacht hat? Oder nur für die Fälle in denen die Leute sich sicher sind, daß sie nicht zu Hause waren, etc.? Bei mir ist die Sachlage relativ eindeutig und ich hab auch kein "Alibi" o.ä.

2. Mir ist noch nicht ganz klar, was diese Sache mit der Akteneinsicht soll. Ist das auch für diese Fälle in denen man überprüfen will, ob man das überhaupt war, bzw. man schauen will, ob WF einen Fehler in der Abmahnung gemacht haben? Zu Anfang empfiehlt Steffen hier mal 1. mod. UE, 2. nix zahlen. Später wird immer wieder von dieser Akteneinsicht gesprochen. Außerdem wird auch in der Vorgehensweise für Abgemahnte meiner Meinung das nicht ganz klar, wie man für diese Akteneinsicht vorgehen soll.

Danke schon mal für Eure Antworten!


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BeitragVerfasst: Freitag 29. April 2011, 10:34 
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Es ist einfach und gleichzeitig kompliziert. Unsere empfohlene Vorgehensweise ist keine Aufforderung für berechtigt Abgemahnte sich der Verantwortung zu entziehen, was uns die Gegenseite gern unterstellt. Denn Sie können ja gerne und innerhalb der dreijährigen Verjährungsfrist diese Ansprüche jederzeit gerichtlich geltend machen. WF hat dieses sogar 2-mal 2010 unternommen. Unser Grundgedanke ist der, dass Abmahnung ein Geschäftsmodell darstellt, wo man sich schon dagegen wehren kann, indem man nur die mod. UE abgibt und nicht zahlt.

Das heißt, auch Leute, die es vielleicht gewesen sind, verfahren danach (wenn sie nicht gerade Handel mit dem Zeugs betrieben haben). Kommt es dann wirklich zu einer Klage, hat man eben keine Verteidigung und muss sich versuchen, zumindest zu vergleichen oder sofort anzuerkennen.

Akteneinsicht ist immer notwendig (egal ob mit oder ohne AW)!

Hier können Fehler aufgedeckt und mögliche Argumente der eigenen Verteidigung verworfen oder dazugewonnen werden.

    1. Wie viele Datensätze gibt es.
    Gibt es nur einen oder mehrere. Je mehr desto schlechter für die Argumentation. Logisch. Kein Richter kauft einen ab, dass jemand 43 Datensätze auf 24 Tage sein Eigen nennt, und es sich dabei alles um Zahlendreher handelt. Bei nur einem Datensatz dagegen, besteht die Möglichkeit einer Gegenargumentation.
    2. Was wurde Glaubhaftgemacht
    Hier muss man sehen, was wurde im Beschluss beantragt und was wird abgemahnt. “Film B“ Glaubhaftmachen und “Film C“ abmahnen - geht nicht. Genau, wie man auf das VÖ-Datum schauen sollte.
    3. Wie lautet der P2P-Name, Filehash und letzendlich der Original Name. Stimmt dieses überhaupt?
    => ed2k-Filehash (eMule)
    Ed2k Shortypower
    => Torrent-Filehash (Azureus usw.)
    Torrentz.com
    An nachfolgenden Beispielen, kann man es sofort selbst ausprobieren.
    ed2k-Filehash: 1895A5756D626879B63BB805AE517D70
    Torrent-Filehash: 063B470A9299A1403A7B8E5346164A47F25855EE
    4. Der gesamte Beschluss (hier wirken dann die Vorpunkte mit hinein).
    5. Aussagen des GF der Log-Firma zur Arbeitsweise und Software

Wenn Fehler ersichtlich, kann man gegen den Beschluss eine Beschwerdeverfahren durchführen, wo bei Erfolg alle IP’s nichtig werden des Beschlusses. Wenn man überhaupt nichts findet, hat man dem LG ein wenig (Zusatz-)Arbeit verschafft.
Besonders derjenige, der immer laut sich äußert, das er unberechtigt abgemahnt worden ist, muss Akteneinsicht nehmen. Wenn ich unberechtigt abgemahnt wurde, setze ich alle Hebel in Bewegung.

VG Steffen

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BeitragVerfasst: Samstag 30. April 2011, 15:52 
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Hallo.

Heute Morgen erhielt ich ebenfalls dieses tolle Schreiben über einen Film den ich runtergeladen haben soll. Da die genannte Firma jedoch mit mehreren Filmen vertreten ist, möchte ich mich da absichern und gleich sämtliche Werke von ihr in die ModUE einbeziehen.

Ist dies zutreffend?:

Zitat:
- nachfolgend “Unterlassungsgläubigerin“ genannt - dazu, es bei Meidung einer für jeden Fall der Zuwiderhandlung von der Unterlassungsgläubigerin festzusetzende angemessene, im Streitfall durch das zuständige Amts- oder Landgericht zu überprüfende Vertragsstrafe, zu unterlassen,

geschützte Werke von Unterlassungsgläubigerin,


ganz oder Teile daraus öffentlich zugänglich zu machen bzw. öffentlich zugänglich machen zu lassen, insbesondere über sogenannte Tauschbörsen im Internet zum elektronischen Abruf bereitzuhalten bzw. dies über einen nicht hinreichend gesicherten WLAN Internetanschluss zu ermöglichen


Weiterhin wollte ich die geforderte Summe zahlen, da ich (Sohn) dafür verantwortlich bin, aber der Anschluss auf meinem Vater gemeldet. Somit wollte ich ihm weiteren "Terror" ersparen. Da mich sonst eigentlich nichts von deren Mandantschaften betrifft.

Viele Grüße,
Theo1990


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BeitragVerfasst: Samstag 30. April 2011, 16:59 
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Hallo Theo1990,

grundsätzlich sind wir ein freies Land und jeder kann machen wozu er Lust hat. Eine grundsätzliche Abfassung auf - alle - Werke, halte ich für zu ausufernd. Man muss hier sehen, je mehr Werke man in seiner Erweiterung aufnimmt, desto höher steigt auch das Risiko, gegen das Eigene und freiwillig abgegeben Vertragsstrafeversprechen zu verstoßen. Dann wird es richtig teuer.
Auf alle
[...]geschützten Filmwerke der Unterlassungsgläubigerin[...]
ist für mich nicht richtig. Selbst wenn man es letztendlich war, weiß man doch ungefähr, welche Filme man downgeloadet hat. Wenn man diese dann aufnimmt - O.K. Aber alle Filmwerke, das ist zu ausufernd.

Zahlen und erledigt. O.K. Aber nur für den einen Fall. Kommen noch weitere Abmahnungen, was dann? Man muss doch auch sehen, das man nach <<der Abgabe der mod. UE + nicht zahlen>> doch Zeit hat. Einmal sich weiter zu informieren, oder in den Foren regelmäßig zu schauen, ob nun WF klagt. Gibt es die Klagewelle, kann man sich dann immer noch fürs Zahlen entscheiden. Selbst dann sollte man sich aber erst einmal versuchen, mit WF zu vergleichen. Gibt’s keine Klagewellen, harrt man der Dinge, die da kommen (oder auch nicht).

VG Steffen

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BeitragVerfasst: Samstag 30. April 2011, 18:14 
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Hallo Steffen,

danke erst einmal für deine Antwort.

Also ich wüsste jetzt auf Anhieb ein weiteres Medium der Firma bei dem es bei mir ebenfalls zutrifft. Ich persönlich würde das dazu schreiben, so bewege ich mich auf der sicheren Bahn.

Reicht dann sowas?:

Zitat:
[...] überprüfende Vertragsstrafe, zu unterlassen,

die geschützten Filmwerke: “FILM 1“, „FILM 2“,

ganz oder Teile daraus öffentlich zugänglich [...]


wobei ich nur wegen FILM 1 gemahnt wurde. Die können mich dann in diesem Sinne nicht mehr für FILM 2 mahnen, sehe ich das richtig? Auch wenn die evtl. schon bereits irgendwelche "Ermittlungen" am laufen haben (dauerte in diesem Fall auch ca. 6 Monate)?

Da ich mit Urheberrechtsverletzung mittels P2P nichts mehr am Hut habe, wollte ich einfach alle einbeziehen, da es mir ja sogesehen dann egal sein dürfte; kann ja nicht wieder geschehen.

Ich überlege mir gerade einen RA zu besorgen, möchte da natürlich aber auch nicht mehr lassen als von WF gefordert (965,00€). Zumindest würde ich mich sicherer fühlen, wenn ein RA mir entsprechendes weiteres Vorgehen mitteilt. Gibt es hier im Board einen bekannten RA, welcher mehrere solcher Fälle angeht?

Viele Grüße,
Theo


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BeitragVerfasst: Samstag 30. April 2011, 18:23 
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Zitat:
[...] überprüfende Vertragsstrafe, zu unterlassen,

die geschützten Filmwerke:
1. “FILM 1“,
2. "FILM 2“,
3. "FILM 3",


ganz oder Teile daraus öffentlich zugänglich[...]

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BeitragVerfasst: Sonntag 1. Mai 2011, 08:28 
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In meinem Fall gab es nun eine Aktualisierung. Bettelbriefe habe ich ignoriert und ebenso Akteneinsicht genommen. Nun bin ich hierbei auf eine Ungereimtheit gestoßen, denn bei einem der abgemahnten Werke heißt es im Schreiben des Gerichts, dass meine IP an zwei Positionen in der Liste des Antragsstellers auftaucht. Das ist amüsant, denn Nr. X ist der angebliche geloggte Beginn, und Nummer Y das Ende des geloggten angeblichen Uploads.

Ergo: Schlamperei. Ich gehe davon aus, dass in einem möglichen Gerichtsverfahren zumindest die Glaubwürdigkeit der Gegenseite ein Stück weit untergraben könnte. Richtig?


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BeitragVerfasst: Sonntag 1. Mai 2011, 12:36 
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Könntest Du mir einmal das bitte einscannen und schicken?
Bitte alles Weitere - per E-Mail.

VG Steffen

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BeitragVerfasst: Sonntag 1. Mai 2011, 13:14 
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Steffen hat geschrieben:
Könntest Du mir einmal das bitte einscannen und schicken?
Bitte alles Weitere - per E-Mail.

VG Steffen


Ich habe Dir eben die Unterlagen geschickt! :)

EDIT: ...und in dem Papierberg, den mir das Gericht geschickt hat, war auch noch eine Kopie einer handschriftlichen Notiz eines Telefonats zu einem anderen Fall, die man mir gar nicht hätte übermitteln sollen (dürfen?). Das Gericht schlampt also auch.


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BeitragVerfasst: Montag 2. Mai 2011, 20:41 
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Hallo zusammen,

Nochmals vielen Dank für deine Antwort Steffen.

Ich hätte noch einige Frage: Muss vor einer Klageerhebung auf jeden Fall ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen?

Noch eine wichtige Frage: In einigen Foren wird von einem Inkassobescheid gesprochen. Entspricht dieser dem gerichtlichen Mahnbescheid? Falls der Inkassobescheid vom gerichtlichen Mahnbescheid zu unterscheiden ist, inwieweit können Inkassounternehmen dann eine Rolle spielen?

Und noch eine sehr wichtige Frage ;) : Bekommt jeder Abgemahnte auf jeden Fall einen gerichtlichen Mahnbescheid? Oder ist schon das unwahrscheinlich? Gibt es Vermutungen darüber, wieviele Abgemahnte einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten?

Die Anfrage seitens Waldorf Frommer am Amtsgericht einen gerichtlichen Mahnbescheid zu verschicken muss doch erst bearbeitet werden? Bedeutet dies, dass ein begrenzter Anteil an Abgemahnten (einfach aufgrund der Bürokratie des Amtsgerichts) einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen?

Und wie lange ist die Zahlungsfrist dieses gerichtlichen Mahnbescheids?

Des Weiteren: Falls man seit den ersten Briefen von den Abmahnern umgezogen ist, wird dann der gerichtliche Mahnbescheid vom Amtsgericht automatisch an den neuen gemeldeten Wohnort des Abgemahnten verschickt? Sehe ich das richtig? Oder könnte die Post versanden? Könnte ein Umzug sogar ein Vorteil für den Abgemahnten sein?

Eine Frage nebenbei: Was wissen Waldorf Frommer genau vom Abgemahnten? Ist dieser als Person eindeutig festzumachen? Oder haben die nur einen Internetanschluss, den Provider des Abgemahnten, dessen Name und Wohnort zur Zeit der Abmahnung?

Vielen Dank im Voraus für deine Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. Mai 2011, 08:50 
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1.vor der klageerhebung ist kein mahnbescheid erforderlich.
2.ein inkassobescheid ist nicht mit einem gerichtlichen mahnbescheid gleichzusetzen, du solltest aber der forderung ebenfalls widersprechen.
3.nicht jeder abgemahnte bekommt einen mahnbescheid, meines wissens nur eine geringe zahl von abgemahnten im verhältnis zu den verschickten abmahnungen.
4.ein mahnbescheid kann auch online beantragt werden = weniger bürokratie.
5.dem mahnbescheid muss innerhalb von 2 wochen widersprochen werden sonst folgt der vollstreckungsbescheid.
6.keine angst die finden dich schon wenn du umgezogen bist.
7. erstmal haben die nur deinen namen und adresse vom provider. inwieweit die noch nachforschungen zu den abgemahnten anstellen kann ich dir nicht sagen aber durch das internet ist heute vieles möglich.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. Mai 2011, 01:49 
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In meiner Abmahnung war zweimal unter anderem in dem Satz "...wie vorliegend eDonkey..." von eDonkey die Rede; benutzt wurde jedoch utorrent. Außerdem wurde die Mehrzahl "Filme" verwendet, abgemahnt jedoch nur ein Filmwerk.

Also eindeutig Kopierfehler bzw. schlampige Arbeit seitens der WF "Anwälte".

Kann das hilfreich sein, oder ist das egal, ob utorrent oder eDonkey oder was auch immer benutzt worden ist?

Noch was: So lange kein gerichtlicher Mahnbescheid kommt, also nur Zahlungsauforderungen oder telefonische Einschüchterungen durch WF "Anwälte", gilt Nö ich nicht Richtig?


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. Mai 2011, 07:11 
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Ich möchte hier nochmal einhaken.
Wenn ich umziehe, kann mich WF natürlich problemlos finden. Heutzutage lassen sich Einwohnermeldamtsanfragen ohne großes Aufwand durchführen. Die entscheidende Frage für mich lautet aber: Werden trotz Neuermittung der Anschrift die 2 Wochen Widerspruchsfrist gewahrt oder habe ich dann eine verkürzte Frist durch die Zeit der Ermittlung und neu Beantragung? Ich gehe stark davon aus, daß der Abmahner einen neuen MB beantragen muß und somit die Frist gewahrt bleibt. Erhöhen sich dadurch für mich die (kalkulatorischen) Kosten oder ist das daß Problem des Abmahners?


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. Mai 2011, 10:14 
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Hallo zusammen,

Wieder einmal vielen Dank für die Antworten.

Da es somit keinen Zeitpunkt gibt, bis zu dem ich eine Klage zu hundert Prozent ausschließen kann, lässt sich der Anschlussinhaber wohl kaum überzeugen, das Risiko einer Klage, so gering es auch sein mag, einzugehen.

Daher meine Frage: Gibt es irgendwo eine Vorlage für ein Vergleichsangebot, das ich ohne Hinzunahme eines Anwalts, benutzen kann?

MFG.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. Mai 2011, 10:30 
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Und noch eine Frage:

Was für Konsequenzen kann ein Schuldnachweis bei einer Klage haben, falls der Angeklagte / Anschlussinhaber bspw. Beamter ist? Er macht sich sorgen wegen seinem polizeilichen Führungszeugnis.

Eine letzte Frage: Angenommen es kommt zur Klage: wenn man sich nun vor Gerichtstermin entscheidet, direkt die Forderungen plus hinzukommende Kosten zu bezahlen, was können dann konkret für Konsequenzen folgen? Wird der Gerichtstermin zwar berechnet, aber ausgesetzt?

Zitat:
2. Wenn tatsächlich (trotz Widerspruchs folgend auf den gerichtlichen Mahnbescheid) Klage erhoben wird, kann ich dann! vor! Gerichtstermin die !ursprüngliche! Forderung bezahlen und so sowohl der Klage sowie einer Kostensteigerung entgehen?

"Kannst Du machen, bringt aber nicht viel. Warum? Der “Klagewert“ ist höher, als der pauschale Abgeltungsbetrag aus der Abmahnung sowie befindest Du dich jetzt in der Prozedur eines Zivilverfahrens. Denn bei einer möglichen Klage werden die -vollen- Kosten geltend gemacht. Dann kommen noch zusätzliche Kosten auf dich zu, je nach Entscheidung, wie Gerichtskosten usw. Schau mal unter Antwort 1. Frage."

Was meint der "Klagewert"? Wie hoch kann der sein? Was sind die vollen Kosten? Die Zehntausende, mit denen in der ersten Abmahnung gedroht wurde?
Was heißt in der Prozedur eines Zivilverfahrens?

Eine andere Frage: Wie lange können Abmahnungen nach Zeitpunkt des Vergehens ausgesprochen werden? Ich meine das in Bezug auf Folgeabmahnungen? Muss die ERSTE Abmahnung in Bezug auf ein Vergehen bspw. innerhalb eines Jahres ausgestellt werden? Greift hier eine Art Verjährung?

In meinem speziellen Fall: Der Anschlussinhaber möchte auf jeden Fall eine Klage vermeiden (die ist gegen Ende der drei Jahre wahrscheinlicher als zu Anfang oder?): Also, warten wir ein Jahr, um ein Vergleichsangebot zu unterbreiten, damit wir Folgeabmahnungen vermeiden, die mittlerweile aufgrund der Verjährung nich folgen können. So, schließen wir aus zur gemolkenen Kuh zu werden.

Vielen Dank für die Hilfe.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. Mai 2011, 19:15 
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hallo zusammen!
mir flatterte vor kurzem eine abmahnung von w&f wg. einem musikdownload ins haus. den anschluss teile ich mir mit mehreren leuten und ihr wisst ja wie das ist, nachher wills keiner gewesen sein. nichtsdestotrotz muss ich nun als inhaber dafür geradestehen... an dieser stelle sei schonmal gesagt, dass ich es wirklich spitze von euch finde, dass ihr dieses tolle forum unterhaltet! als ich den brief las, fühlte ich mich wie ein schwerverbrecher. nach dem ersten herzstillstand habe ich mir schon gedanken gemacht, woher ich eine solche unsumme auftreiben sollte... nachdem ich mich etwas gefangen hatte, bin ich auf eure seite gestoßen und war schon etwas erleichtert. habe sogleich die mod. ue verfasst+abgeschickt und mich fürs nichtzahlen entschieden. im schreiben wurde mir eine zahlungsfrist bis 19.04.11 eingeräumt, die ich also verstreichen ließ. nun haben sich besagte anwälte erneut schriftlich bei mir gemeldet und mir die anerkennung der mod. ue bestätigt. gleichzeitig wurde mir erneut eine frist bis zum 17.05.11 gesetzt mit folgendem hinweis: "Sollte diese etzte zahlungsfrist abermals missachtet werden, empfehlen wir unserer mandantschaft die sofortige gerichtliche geltendmachung ihrer zahlungsansprüche. weitere mahnungen werden nicht erfolgen."

könnt ihr mir sagen, was ich davon halten kann? danke im voraus!

gruß
seeya


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. Mai 2011, 19:25 
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@seeya

Wenn man sich entscheidet, für die Vorgehensweise: mod. UE + nicht zahlen, muss der Abgemahnte damit rechnen, dass er weitere Schreiben erhält. Diese werden in der Regel, den Eingang der mod. UE, die Androhung von gerichtlichen Schritten sowie meist höhere gestellte Forderungen beinhalten. Dabei ist ein Trend zu verzeichnen, dass der vorher überlegt handelnde Abgemahnte, jetzt auf einmal völlig verzweifelt ist und keinen Ausweg mehr zu kennen scheint, als zu bezahlen.



Jeder sollte sich in Erinnerung holen, warum er sich für die Abgabe einer mod. UE mit dem Nichtzahlen entschieden hat. Was hat sich denn jetzt mit dem Erhalt des zweiten Schreibens geändert? Nichts! Unverständlich, dass jetzt sehr viele bereit sind, die höhere Summe zu zahlen. Jeder hat gewusst, gebe ich eine mod. UE ab und zahle nicht, kommen weitere Schreiben, ja ich könnte sogar verklagt werden. Lassen Sie sich nicht ins Boxhorn jagen und bleiben Sie weiter standhaft


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BeitragVerfasst: Donnerstag 5. Mai 2011, 15:41 
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Hallo,

Ich habe vor einiger Zeit auch Post von Waldorf bekommen. 965 € für einen Film. Nachdem ein Anwalt konsultiert wurde, habe ich die original UE abgeschickt. Allerdings mit einem Brief in dem ich erklärt habe die Schuld nicht anzuerkennen. Dies wurde mir vom Anwalt geraten. Leider habe ich mich zu spät in Foren informiert und keine modifizierte UE abgeschickt. Reicht der Brief auch oder ist alles verloren? Ich habe mittlerweile die 'letzte Zahlungsaufforderung' bekommen.

Würde mich über eine schnelle Antwort freuen!
MfG
ein Mitleidender


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